Hinter dem Rücken der schwarzen Katze

Amilia Liontou, Coming Soon!, Schaufenstergalerie Frisiersalon, Detail

Ein Stadtspaziergang zu den nicht-menschlichen Tieren in der Kunst. Wie zufällig blitzt der Körper einer schwarzen Katze unter rosa schimmernden Stofffalten hervor. „Coming Soon!“ verspricht die Installation der Künstlerin Aimilia Liontou in der Schaufenstergalerie „Frisiersalon“. (…) Die schwarze Katze in der Schaufenstergalerie ist eine Holzkonstruktion mit Kunstfell, die auf den ersten Blick wie ein lebendiges Wesen wirkt. Sie lädt die Vorbeigehenden dazu ein sich mit zeitgenössischer Kunst auseinanderzusetzen.

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Poesie verbessert den Alltag

Lisa Spalt, IPA © viwi

Das literarische Schaffen der Schriftstellerin Lisa Spalt ist häufig mit kommunikativen, kooperativen und partizipativen Prozesssen verbunden. In ihrem aktuellen Textprojekt „Die grüne Hydra“ sammelt sie gemeinsam mit dem Fotografen und Filmemacher Otto Saxinger Utopien. „Ich bitte Menschen utopische Bücher zu beschreiben, die es nicht gibt, die sie aber gerne lesen würden und arbeite daran, diese Schreibaufträge teilweise auszuführen, umzusetzen.“

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Unruhig bleiben für Generationen

Pixabay CC-0

Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän von Donna Haraway, rezensiert von Victoria Windtner, erschienen in KUPFzeitung #168/2018

Donna Haraway lockt uns in schwirrend pulsierende Denkmanöver. Mit Phantasie, Courage und einem wertschätzenden Blick fabuliert sie behutsam, nahezu liebevoll aber radikal einen Weg in eine Multispeziesgesellschaft. Es geht schließlich um alles: Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aller Lebewesen und Generationen. Die Philosophin und Kulturwissenschafterin kritisiert


„die Skandale jener Zeit die Anthropozän und Kapitalozän genannt werden“.

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Rebell im Befreiungskampf

Viva la rebellion von Chris Moser, rezensiert von Victoria Windtner, erschienen in KUPFzeitung #161/2017

Die entschiedene Abgrenzung zur „wilden“, „unzivilisierten“ Natur ist typisch für gebräuchliche, anthropozentristische Kulturbegriffe. Es wird hierarchisiert und in Gegensätzen gedacht, um Machtverhältnisse herzustellen und zu erhalten. Wie Hito Steyerl in „Kultur: ein Begriff ohne Grenzen“ bemerkt, stellt sich die Frage: Ist Kultur ein Vorwand zur Aufrechterhaltung von Gewaltverhältnissen, ein Synonym für Verbrechen?

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