JACQUELINE KORBER | »selfcaged«

Mit Reduktion und Zartheit gewinnt Jacqueline Korber unsere Aufmerksamkeit. Sie möchte Bewusstsein schaffen.

Die helle Haut der weiblichen Person verdrängt die Dunkelheit des schwarzen Hintergrundes. Mit den Fingern ihrer rechten Hand hält die junge Frau einen zarten Metallbügel fest. Unter dem Metallbügel schwebt ein rostiger Vogelkäfig. In ihm befindet sich der Kopf der Frau. Mit weit geöffneten Augen und leicht offen stehendem Mund dreht sie ihr Gesicht zur rechten Seite. Ihr Blick entkommt den Gitterstäben. Er ist auf einen unbestimmten Punkt außerhalb des Käfigs gerichtet. Die reduzierte Farbigkeit, der markante von Dreiecken und Horizontalen dominierte Bildaufbau und ein starker Hell-Dunkel-Kontrast verleihen der Fotografie Intensität und Wirkkraft.

Jacqueline Korber, selfcaged, 2014 | © Jacqueline Korber
„Indem Jacqueline Korber Menschen in Situationen zeigt, in denen sich meistens leidtragende, ausgebeutete Tiere befinden, möchte sie Bewusstsein für deren Situation schaffen. „selfcaged“ […] führt das Gefangensein des Menschen ad absurdum, da er die Befreiung aus so manchem Denkgefängnissen schließlich selbst in der Hand hat.“
[1]

Das fotografische Werk der Künstlerin Jacqueline Korber mit dem Titel »selfcaged« wurde in der Ausstellung »objects? of art!« als Fotodruck auf einer Kapaplatte, in einem goldenen Rahmen, präsentiert.


[1] WINDTNER, Victoria, Jacqueline Korber, in: objects? of art! (Katalog zur Ausstellung am 6. Tierrechtskongress Wien, 10.–12. Oktober 2014), Wien 2014, S. 24
Text: Victoria Windtner
Bild: Jacqueline Korber, selfcaged, 2014 | © Jacqueline Korber
Website der Künstlerin: WirLiebe.at
Facebookseite der Künstlerin: WirLiebe – fotografie kunst leben

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